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Reisetipps für den Königssee – das muss man sehen!

Königssee Naturpool Wasserfall

Naturpool am Königssee

Die letzten Tage habe ich in Bayern am Königssee verbracht. Der kleine Ort, in dem ich gewohnt habe, heißt Schönau und liegt direkt am Königssee, in der Nähe von Berchtesgaden. Der Königssee ist ein Gebirgsee, der sich fjordartig direkt zwischen den umliegenden Bergen befindet und mich an die Fjorde in Norwegen erinnert. Die Landschaft ist atemberaubend und ich hätte nicht gedacht, dass es in Deutschland so einen wunderschönen, magischen Ort gibt. Eine Reise zum Königssee lohnt sich in jedem Fall und heute zeige ich euch meine Must-Sees rund um den See im Nationalspark Berchtesgaden und den geheimen Weg zum heißbegehrten Naturpool hoch über dem Königssee. Einfach weiterlesen und die nächste Reise planen 🙂

Tipps für die Reise zum Königssee

Unbedingt mitnehmen: Feste Schuhe, Rucksack, Sonnenschutz – in den Bergen knallt sie richtig – und Sonnenhut, Powerbank für längere Wanderungen..

Obersee

Die Bootsfahrt über den Königssee

Am ersten Tag haben wir eine Bootsfahrt über den Königgsee bis zum Obersee gemacht. Die Fahrt lockt viele Touristen an und startet direkt an den Bootsanlegestellen am Königssee. Wenn ihr lieber etwas ungestört seid, tretet die Fahrt möglichst früh an. Die Boote fahren in der Hauptsaison bereits ab 8 Uhr morgens über den See. Lasst euch aber nicht abschrecken von den Touristen, die Fahrt lohnt sich wirklich. Wenn ihr z.B. am Obersee noch wandern möchtet, plant euch das Ganze lieber als Tagesauflug ein.

Auf dem Boot

Ihr zahlt ca. 20 Euro pro Person für Hin- und Rückfahrt. Erster Halt ist St. Bartholomä, hier könnt ihr aussteigen, euch alles ansehen und anschließend weiter nach Salet (Obersee) fahren. Zum Obersee kommt ihr nur mit dem Schiff, es gibt keine andere Möglichkeit. Ihr solltet hier auch unbedingt drauf achten, das letzte Schiff zurück zu bekommen (ungefähr 18 Uhr), sonst wird es teuer oder ihr verbringt eine Nacht im Freien! Der Obersee ist glaube ich der schönste See, den ich jemals gesehen hab. Ein wirklich magischer Ort mitten im Nirgendwo.

Obersee

Wer Lust hat kann von hier aus zur Fischunkelalm um den Obersee wandern (ca. 1 Stunde) und von dort auf weiter zum Röhtbach Wasserfall, der längste Wasserfall Deutschlands (nochmal ca. 40 Minuten wandern). Wir haben beides gemacht und ich fand es ziemlich anstregend, aber auch wunderschön. Nehmt euch in jedem Fall genug zu Trinken mit. Wir wollten dann eigentlich auf der Fischunkelalm Mittag essen, hier kann man allerdings nur belegte Brote für sehr viel Geld erwerben. Nehmt euch also lieber etwas mit oder esst vorher genug. Den Wasserfall haben wir nur von weitem gesehen, da man nur sehr schwer nah dran kommt und wir wurden abgeschreckt von lautem Geröll, was sich vom Berg gelöst hat. Dieser Wasserfall ist übrigens nicht der mit dem Naturpool, in dem wir später gebadet haben. Dazu aber gleich mehr. Auf dem Weg sind wir einigen Kühen begegenet, die die magische Stille mit ihren Kuhglocken durchbrochen haben 😀

Ich und die Kuh – Fischunkelalm

Halt bei St. Bartolomä

Das Salzbergwerk in Berchtesgaden

Am zweiten Tag haben wir das Salzbergwerk besichtigt. Leider durften hier keine Fotos gemacht werden. Für ca. 17 Euro fährt man durch einen schmalen Tunnel 180m unter die Erde und kann die Geschichte der Salzgewinnung erleben. Ich persönlich fand es unter der Erde etwas bedrückend, es war kalt und dunkel. Der Tunnel, durch den wir hinunter gefahren sind, ist auch nichts für Leute mit Platzangst… Aber dennnoch war es ein besonderes Erlebnis, sehr informativ und mein Freund zB fand es total toll. Ist hier wohl Geschmackssache. Die Führung endet mit einer Fahrt über den spiegelnden Salzsee und einer Lichtershow, natürlich alles tief unter der Erde. Diesen Ausflug würde ich für Tage mit schlechtem Wetter empfehlen und anschließend könnt ihr noch etwas durch die süße Altstadt von Berchtesgaden schlendern.

Jeder bekommt hier übrigens so einen tollen Anzug, den er während der Führung tragen „darf“. 😀

Haha. Der Anzug ist sehr sexy.

Der versteckte Naturpool am Königssee

 

Naturpool kleines Becken

Nachdem ich die Bilder vom Naturpool oberhalb des Königssees bei Pinterest und Co. gesehen habe, stand für mich fest, dass ich dort unbedingt hin muss. Ich habe mich im Internet schlau gemacht um den versteckten Weg zum Naturpool zu finden. Viele von euch haben mich bereits auf Instagram nach einer Beschreibung gefragt. Ich möchte euch vorab sagen: Es ist kein befestigter Weg und alles ist hier auf eigene Gefahr! Der Weg wird nicht überprüft oder gesichert, so wie es bei anderen Wanderwegen der Fall ist. Ihr übernehmt das volle Risiko, wenn etwas Unerwartetes passiert. Es waren dennoch einige Leute außer uns da und ihr werdet zu einer normalen Tageszeit wahrscheinlich nicht allein dort sein. Achtet bitte gut auf euch, ich übernehme keine Verantwortung für die Sicherheit dieses Weges!

Ich wollte es also wagen und so haben wir uns am dritten Tag auf die Suche gemacht. Wir waren ingesamt 7 Stunden in den Bergen unterwegs, allerdings hatten wir zuerst einen „falschen“ Weg genommen, der uns zum untern Teil des Wasserfalls geführt hat. Das war allerdings auch sehenswert und wer mit Höhenangst zu kämpfen hat, schaut sich den Wasserfall vielleicht lieber von unten an. Auch hier kann man super baden und einen tollen Ausblick genießen. Egal zu welchem Teil des Wasserfalls ihr möchtet, ihr startet an der Bootanlegestelle am Königssee, also dort, wo auch die Bootsfahrten beginnen und die vielen touristischen Restaurants und Shops sind. Ihr müsst dann links an der Bootshaltestelle vorbeilaufen und dem gelben Schild Richtung Malerwinkel folgen.

Richtung Malerwinkel – dann Richtung Raabenwand

Der Malerwinkel ist der erste Aussichtspunkt auf den See, den ihr ca. nach 25 Minuten leichter Wanderung erreicht. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel und gut ausgeschildert und eine geeignete Route für alle, die nicht so weit gehen möchten oder können.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Wir haben wie gesagt erst den Weg gewählt, der uns zum unteren Ende des Wasserfalls geführt hat. Wenn ihr diesen Weg gehen möchtet, müsst ihr dem Weg vorbei am Malerwinkel einfach folgen. Ihr folgt dem Weg weiter, bis ihr wieder unten nah am Wasser seid. Der Weg führt dann weiter über Steine im Wasser und an einer Felswand entlang. Überlegt euch vorher, ob es ein Problem für euch ist ggf. nass zu werden. Es kann nämlich passieren, dass ihr mit den Füßen im Wasser landet. Ansonsten ist auch hier alles auf eigene Gefahr und kein offizieller Weg, also seid bitte schön vorsichtig.

Hier gehts zum unteren Teil des Wasserfalls

Und so sah es dann am unteren Ende des Wasserfalls aus:

Wasserfall

Ich war aber noch nicht zufrieden, denn ich wollte unbedingt auch an das obere Ende des Wasserfalls. Ich habe hinauf geblickt und mich gefragt, wie man da wohl hinkommt.

Da oben möchte ich hin!

Klettern? Nein, ich denke das ist keine gute Idee. Also alles nochmal zurück und ab Malerwinkel nochmal eine andere Richtung einschlagen. Da lauft ihr wieder an den gelben Schildern vorbei, die auf verschiedene Wanderrouten hinweisen. Hier folgt ihr immer dem Schild Richtung Rabenwand, das geht dann in die Kategorie „schwer“ über, ist also gut anstregend für nicht geübte Wanderer (so wie mich 😉 ). Der Weg zur Rabenwand ist aber ein offizieller und ausgeschilderter Weg. Ihr lauft dann ca. 45 Minuten hoch, bis ihr den Aussichtspunkt Rabenwand erreicht. Erst ist der Weg noch breit, dann wird er etwas schmaler und steiniger. Wenn ihr den Aussichtpunkt erreicht habt, bekommt ihr diesen Ausblick:

Um zum Naturpool zu kommen müsst ihr den Weg dann weitergehen. Es gibt nur eine Möglichkeit, links neben der Aussichtsplattform geht ein schmaler Pfad weiter. Dort liegen als erste Hürde Baumstämme über dem Weg. Ihr müsst darüber klettern, wie gesagt es ist ab hier kein offizieller Weg mehr. Alles auf eigene Gefahr und nicht ganz einfach. Es dauert ungefähr weitere 30 Minuten, bis ihr den Wasserfall erreicht. Der Weg ist teilweise sehr schmal und steinig, es geht an den Seiten tief runter und mit Höhenangst ist es eher schwierig. Ich hab ehrlich gesagt einige Male gedacht, „jetzt geh ich zurück, ich kann nicht mehr“. Aber dann wäre alles umsonst gewesen. Wir sind auf dem Pfad auch anderen Leuten begegnet, also es ist wie gesagt nicht ganz unbelebt dort. Das, was ihr am Ende seht lohnt sich aber. Ihr habt das obere Ende des Wasserfalls erreicht, könnt hier in mehreren Naturpools baden und eine fantastische Aussicht auf den See genießen. Und natürlich jede Menge tolle Fotos machen! Der Rückweg kam mir dann auch nicht mehr ganz so schlimm vor, wie der Hinweg, ich wusste ja was mich erwartet. Kommt aber bitte nicht auf die Idee mit Sandalen loszulaufen und nehmt euch bitte auch einen Rucksack mit. Ich brauchte beide Hände zum Festhalten und feste Schuhe sind ein Muss. Auch hier übernehme ich keinerlei Verantwortung, alles ist auf eigene Gefahr. Überlegt euch bitte vorher, ob ihr einen schwierigeren Weg meistern könnt und das Risiko eingehen möchtet.

Baden im Naturpool

Naturpool kleines Becken

Becken mit Blick auf den Königssee

Unterkunft am Königssee

Es gibt unzählige Unterkünfte am Königgsee. Wir waren im Explorer Hotel Berchtesgaden, das ungefähr 20 Minuten Fußweg vom See entfernt liegt. Wir waren sehr zufrieden und haben uns wohl gefühlt. Am Frühstücksbuffet muss man sich die Eier an einer Kochstation selbst kochen oder braten, das ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber auch ganz witzig. Ansonsten kann man Fahrräder ausleihen, es gibt eine Sauna und einen Fitnessraum. Das Hotel gehört zu einer Hotelkette.

Was sich sonst nocht lohnt

Es gibt noch einige weitere interessante Ausflugsziele am Königssee, die ich gerne besucht hätte. Leider war die Zeit zu knapp. Plant lieber einen Tag mehr für eure Reise, langweilig wird euch sicher nicht. Ich hätte mir gerne noch das Kehlsteinhaus und die Eiskapelle angesehen und auch einen Ausflug auf den Jenner gemacht. Das werde ich dann beim nächsten Mal nachholen.

 

Wart ihr schonmal am Königsee und habt vielleicht noch weitere Tipps? Ab damit in die Kommentare! 🙂

 

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